0 – 3jährige: Entwicklung beobachten, messen, kontrollieren!?!
Fortbildung für die Fachkräfte der ev. Kindertageseinrichtungen
Zu diesem Thema fand vom 14. bis 15. Januar 2010 eine Fortbildung für die Fachkräfte der ev. Kindertageseinrichtungen der Kirchenkreise Gladbeck – Bottrop – Dorsten und des Kirchenkreises Recklinghausen, die mit den unter 3 jährigen Kindern arbeiten statt.
Dr. Roger Prott – Fachmann aus Berlin, war als Referent angereist um dieses Thema mit den Fachkräften zu erarbeiten.Erzieherinnen sind bei der Beobachtung der Entwicklungsschritte von Kindern nicht weniger verunsichert als Eltern und fragen:"Wie verläuft die normale Entwicklung eines Kindes? Entwickelt sich dieses Kind tatsächlich normal?"
Schon in diesen beiden Fragen stecken nicht einfache Probleme, denn es muss geklärt werden, was denn normal ist an normaler Entwicklung, wenn sich jedes Kind in dem ihm eigenen Tempo und auf eigensinnige Weise entwickeln soll. Auch muss man sich entscheiden, ob die Entwicklung des Kindes bloß beobachtet, ob sie auch gemessen und eingeschätzt werden, oder ob daraus sogar eine Entwicklungsanforderung abgeleitet werden soll.
Wenn ja, für wen? Soll sich das Kind schneller, besser, umfassender entwickeln? Muss die Erzieherin die Entwicklung des Kindes besser fördern?
Im Seminar wurden praxisnah verschiedene Instrumente zur Messung kindlicher Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren vorgestellt, analysiert und auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht, so z.B. die Beller-Tabelle und die Grenzsteine der Entwicklung nach dem infans-Konzept.
Nach zwei intensiven Arbeitstagen hatten die Teilnehmerinnen ihre Positionen zum Thema Entwicklungsbeobachtung gefunden und konnten mit neuen Erkenntnissen in ihre Einrichtungen gehen.
Fest stand für alle, das Wichtigste ist: „Das Wohl der Kinder“ und die Erkenntnis, dass sich Kinder aus ihrem eigenen Antrieb heraus gut entwickeln, wenn Sie die Gelegenheit, die Motivation und die Fertigkeit haben, sich mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen.
Frank Knüfken/mf


