Ein Ort, an dem man sich zu Christus bekennt
JUBILÄUM Christuskirche feierte 75-jähriges Bestehen
WESTERHOLT-BERTLICH – Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Christuskirche beim Festgottesdienst in Westerholt-Bertlich, die am 1. Advent 2009 ihr 75-jähriges Bestehen feierte. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Kirchenchor und dem Recklinghäuser Bläserensemble.
In seiner Festansprache wies der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen, Peter Burkwoski, darauf hin, dass Gottesnähe und Gottesbegegnung auch etwas mit Räumen zu tun hat, in denen Gottesdienste gefeiert werden, gebetet und Gemeinschaft erfahren wird.
Er erinnerte an die Zeit vor 75 Jahren, als die evangelische Gemeinde in einer feierlichen Prozession aus der hölzernen Notkirche in die neue Christuskirche zog. Mit großem Engagement hatte die Gemeinde für diese Kirche gearbeitet. Im November 1933 wurde mit dem Bau begonnen und ein Jahr später war die neue Kirche fertig gestellt.
„Die Christuskirche hat für viele Menschen eine zentrale Rolle in ihrem Leben gespielt“, so der Superintendent. Viele Menschen wurden hier getauft, konfirmiert, haben ihre Trauung erlebt oder den schweren Weg zum Gedenken an einen Verstorbenen angetreten. Unzählige Gottesdienste sind hier gefeiert worden.
Hier in der Christuskirche, die seit 75 Jahren das Stadtbild von Bertlich bestimmt, haben Menschen es mit Gott zu tun bekommen, sagte Burkowski. „Die Christuskirche ist ein Ort, an dem man sich zu Christus bekennt, der in unser Leben kommt, um es zu verändern und uns einzuladen, sich ganz Gott anzuvertrauen und nicht dem Zeitgeist auf dem Leim zu gehen.“ Er betonte, dass Gott einen neuen Weg zeigen, neue Perspektiven öffnen und ein neues Leben schenken möchte.
Burkowski wies auch auf die Veränderungen und den Strukturwandel in der Region hin. „Viel hat sich verändert in den 75 Jahren. Der Bergbau wird immer mehr Geschichte und der Strukturwandel in unserer Region gelingt nur langsam.“ Die Zeiten seien unsicher und ungewiss. „Die Geschichten der Bibel sind unverändert, unumkehrbar – zeitlos. ... Jesus Christus bleibt derselbe – gestern, heute und in Ewigkeit“, schloss der Superintendent seine Gedanken.
Nach dem Gottesdienst gab es beim anschließenden Empfang noch Grußworte von der katholischen Gemeinde. Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Forst überbrachte die Glückwünsche der Stadt und auch die Werbe- und Interessengemeinschaft gab ihre Grüße weiter.
Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Festvortrag mit dem Leiter des Leiter des Instituts für kirchliche Zeitgeschichte im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, Helmut Geck, der musikalisch von Irina Tseytlina an der Orgel begleitet wurde.
Text und Foto: uka


