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Verbunden durch Gottes Geist

30 Jahre Partnerschaft zum Magharibi-District in Tanzania

Verbunden durch Gottes Geist

Superintendent Peter Burkowski (2.v.l.) gab den anwesenden Mitgliedern der Delegation Pfarrer i.R. Dieter Borchers (links), Maggie Raab-Steinke und Ökumenereferent Detlef Pflaumbaum den Reisesegen mit auf den Weg zu den Feierlichkeiten

KIRCHENKREIS/OER-ERKENSCHWICK  Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen dem Magharibi-District in der Nord-West-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tanzania und dem Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen fand Anfang Juni ein Partnerschaftsgottesdienst statt. Die Partner in Tanzania haben dazu eine Liturgie ausgearbeitet, nach der der Gottesdienst gefeiert wurde.

Für den Kirchenkreis Recklinghausen fand der Partnerschaftsgottesdienst in Oer-Erkenschwick in der Friedenskirche statt. Hier lebte Pastor Phenias Lwakatare mit seiner Familie von 1992 bis 1998 als Austauschpfarrer. Pfarrer Dieter Borchers wies im Gottesdienst auf die Anfänge dieser besonderen Partnerschaft hin. Nach dem Beschluss der Kreissynode im Jahr 1980 haben dreizehn Frauen und Männer sich auf den Weg nach Bukoba gemacht, um die Partnerschaft zu begründen. Der Begriff „Partnerschaft“ hatte bei den Christinnen und Christen in Tanzania einen missverständlichen Klang, erinnerte er doch manchen an die Kolonialzeit. Und auch die Verwechselung mit einer „Patenschaft“ war nicht weit.

Schließlich sei man doch bei dem Begriff geblieben, wohl wissend, dass jeder Gebender und Nehmender ist. „Wir brauchen einander“, sei beiden Partner deutlich gewesen. Die Reisen mit den vielfältigen Begegnungen haben immer zu einem wichtigen Bestandteil dieser Partnerschaft gehört. „Begegnung braucht Beine“, beschrieb Borchers die Idee. „Partnerschaft hat dadurch ein Gesicht bekommen.“ Durch die Begegnung habe man gelernt, die eigenen Sorgen und Nöte aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

In einem Anspiel versuchten Jugendliche aus der Evangelischen Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd unter Leitung von Jugendreferentin Birgt Pusch-Liebetanz eventuelle Vorurteile und Ängste gegenüber den afrikanischen Partnern abzubauen und auszuräumen. Die Gruppe Jugendlicher wird im Herbst diesen Jahres zu einer Jugendbegegnung nach Tanzania aufbrechen.

In seiner Predigt machte Pfarrer Bernd Schäfer deutlich, dass Christinnen und Christen nicht alleine in dieser Welt stehen, sondern zur weltweiten Gemeinde Gottes gehören. „Durch die Partnerschaft haben wir die Möglichkeit, einander teilhaben zur lassen, am Leben und am Glauben.“

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Nord-West-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tanzania ist eine Delegation des Kirchenkreises unter Leitung von Pfarrerin Ursula August als Assessorin und Stellvertreterin von Superintendent Peter Burkowski nach Bukoba gereist, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen und Grüße zu übermitteln. Ein umfangreiches Begegnungsprogramm steht auf dem Plan. Neben Pfarrerin August nehmen noch Pfarrer Ulrich Walter (Marl), Maggie Raab-Steinke (Oer-Erkenschwick) Ökumenereferent Detlef Pflaumbaum und Pfarrer i.R. Dieter Borchers an der Reise teil.

Auch Burkowski erinnerte beim Reisesegen an die Anfänge der Partnerschaft nach Tanzania, die eng verbunden sind mit der vor einem Jahr verstorbenen Frau Dr. Ursula Olpp. Sie hatte immer darauf hingewiesen, dass der Magharibi-District dem Kirchenkreis als Partner genannt worden war. „Wir haben einander nicht ausgesucht; wir wurden einander gegeben“, so der Superintendent. „Der Geist Gottes verbindet uns und ermutigt uns, neue Schritte zu gehen.“

Text/Bild: uka

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