Header Kirchenkreis

Pfarrer Hartmut Wortmann geht nach 30 Jahren in den Ruhestand

Erstellt am 23.12.2019

HALTERN - Am 4. Advent wurde Pfarrer Hartmut Wortmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Haltern und dem Evangelischen Kirchenkreis in Person der Superintendentin Katrin Göckenjan-Wessel in einem Gottesdienst in der Erlöserkirche in den Ruhestand verabschiedet.

Vor sieben Jahren stand der beliebte Seelsorger schon einmal an diesem Punkt. Mit seinen Kollegen Pfarrer Thomas Jarck und Pfarrerin Ulrike Mummenhoff hatte er das „Qualitätshandbuch zur Krankenhausseelsorge“ (2010) auf den Markt gebracht, mit dem Seelsorger*innen die Qualität ihrer Arbeit gegenüber den Krankenhäusern und den kirchlichen Gremien darstellen und dokumentieren können. Dann wollte er eigentlich in den vorgezogenen Ruhestand gehen.

Alt-Superintendent Peter Burkowski konnte ihn damals überreden, in Haltern doch noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen: Seelsorge im St. Sixtus Krankenhaus, in ökumenischer Gemeinschaft. Dazu kam dann auch noch die Seelsorge in den Altenheimen, Begegnungen mit Menschen in besonderen Situationen.

„Mit Zeit, Liebe und Geduld“, so die Superintendentin in ihrer Ansprache, sei Pfarrer Wortmann Bewohnerinnen, Patienten, Ärztinnen und Pflegern, Angehörigen und Gemeindegliedern begegnet. Ihm sei darüber hinaus gelungen, ein starkes Netzwerk mit Ehrenamtlichen für die Krankenhausseelsorge aufzubauen und zu pflegen. Deren Fort- und Weiterbildung bleibt auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand ein Aufgabenfeld, dem er sich weiter widmen darf und wird.

Seine besondere Nähe zu den Menschen konnte Pfarrer Wortmann auch noch in einer anderen, künstlerischen Weise zum Ausdruck bringen mit dem im Jahr 2015 erschienenen Fotoband „Gesichter erzählen vom Abend des Lebens“. Eine Liebeserklärung an jede Falte - auch mit den Texten, die den von ihm Portraitierten am Herzen lagen. 

Nicht zuletzt dem Pfarrkollegium in Haltern wird Wortmann als beliebter Prediger und vertrauter Berater fehlen. Doch es gilt nun: „Loslassen, zurücklassen, weiter gehen“, erinnerte die Superintendentin mit Blick auf die engsten Vertrauten und die vielen privaten Dinge, die bisher oft zurückstehen mussten. GH