Fehlende Wertschätzung und falsches Signal

Kritik an finanzieller Ausstattung des Heimatdienstes der Bundeswehr

Recklinghausen - „Der Staat muss die Freiwilligendienste gleichbehandeln. Das Freiwillige Soziale Jahr und der Bundesfreiwilligendienst dürfen gegenüber dem Heimatdienst der Bundeswehr nicht derart krass benachteiligt werden“, sagen die Verantwortlichen des Freiwilligendienstes von Kirche und Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen, Dr. Dietmar Kehlbreier, Christina Lecke, Anette Shaw und Christine Hanß.

Anfang April hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Start des neuen Freiwilligendienstes bei der Bundeswehr vorgestellt, der eine militärische Grundausbildung und weiteren Einsatz im Heimatschutz vorsieht. Die Teilnehmer erhalten 1.400 Euro monatlich.

„Die Freiwilligen im sozialen Bereich erhalten 400 Euro im Monat. Wir empfinden das als fehlende Wertschätzung für die jungen Menschen und unsere Einrichtungen und werten das als falsches Signal in die Gesellschaft“, so die vier geschäftsführenden Mitglieder des Beirates.

Im gemeinsamen Referat von Kirchenkreis und den Diakonischen Werken beginnen jährlich rund 150 junge Menschen ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst. Sie arbeiten in Kindertagesstätten, Kirchengemeinden, Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie Altenheimen. Auch in der Schulbegleitung für Kinder mit Behinderung tun sie einen wichtigen Dienst. Auch im Corona-Jahr 2020 sanken die Zahlen der engagierten jungen Freiwilligen nicht

„Der Einsatz prägt die jungen Menschen. Er vermittelt ihnen ein Bild davon, worauf es in diesen Arbeitsfeldern ankommt und was in den sozialen Bereichen geleistet wird.“

Erfahrungen stehen Dir gut.
Gesucht werden auch in diesem Jahr junge Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr/Bundesfreiwilligendienst bei Kirche und Diakonie beginnen wollen. Bewerbungen sind jederzeit möglich. Informationen: www.erfahrungen-stehen-dir-gut.de oder 02361 206 263.