Investition in den Klimaschutz

Neue Holzpelletheizung im Evangelischen Kindergarten Friedrich von Bodelschwingh

Der evangelische Kindergarten Friedrich von Bodelschwingh, Stettiner Straße 2 in Oer‐Erkenschwick, bestehtseit Mitte der Siebziger Jahre. Der Kindergarten bietet derzeit 58 Kindern einen Ort zum Wohlfühlen und Lernen. Der Kindergarten legt ein besonderes Augenmerk auf das Aufwachsen mit und in der Natur. Dafür steht unter anderem die Naturwerkstatt, die die Mitarbeitenden zusammen mit den Kindern im Außengelände des Kindergartens eingerichtet haben. 

Seit dem Ursprungsjahr wird der Kindergarten mit einer Ölheizung beheizt, die über 40 Jahre lang treue Dienste erwiesen hat. Nun musste die Heizungsanlage erneuert werden. In diesem Zuge hat sich der Verbund der Tageseinrichtungen für Kinder im ev. Kirchenkreis Recklinghausen, Träger des Kindergartens Friedrich von Bodelschwingh, mit alternativen Heizmethoden auseinandergesetzt und sich sowohl mit einem Architekten als auch mit dem Beauftragten für Nachhaltigkeit im Ev. Kirchenkreis Recklinghausen, Hans-Jürgen Hörner, dem Presbyterium der Kirchengemeinde Oer‐Erkenschwick sowie der Kindergartenleitung Karin Klückmann beraten. Die Entscheidung ist auf eine nahezu umweltneutrale, nachhaltige Holzpelletheizungsanlage gefallen.

Mit der Entscheidung, die vorhandene Ölheizung im Kindergarten Friedrich von Bodelschwingh durch eine Pelletheizung zu ersetzen, leistet der Träger der Einrichtung einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz. Für die Beheizung von rund 600 mÇ Grundfläche hat der Kindergarten in den letzten vier Jahren durchschnittlich 7.800 l Heizöl pro Jahr verbraucht. Damit waren jährlich fast 24 t CO2‐Emissionen verbunden. Mit dem Betrieb einer Holzpelletheizung reduziert sich die Umweltbelastung durch Raumwärme auf nur noch rund 3,5 t CO2‐Emissionen pro Jahr. Das bedeutet eine Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase um 85%. Da die neue Anlage effizienter arbeitet als der alte Ölkessel, kann von weiteren Einsparungen ausgegangen werden. 

Auch aus wirtschaftlicher Sicht wird sich die neue Heizung als eine gute Entscheidung erweisen, denn Holzpellets sind von der seit 2021 geltenden CO2‐Bepreisung im Rahmen des nationalen Emissionshandelssystemsausgenommen, d. h. während die Preise für u. a. Heizöl und fossile Treibstoffe in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen werden, sind für Energien aus erneuerbaren Quellen und nachwachsenden Rohstoffen keine Aufschläge vorgesehen. 

Neben den technischen und wirtschaftlichen Argumenten ist hervorzuheben, dass die Entscheidung für eine umweltfreundliche Heizung sich gut in das umweltpädagogische Konzept der Einrichtung einfügt und so ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Darüber hinaus ist zu wünschen, dass das Pilotprojekt in Oer‐ Erkenschwick anderen Einrichtungen im Kirchenkreis Recklinghausen Mut macht, dem guten Beispiel zu folgen. 

Ausführendes Unternehmen war die Firma Sonnen‐ und Windenergieanlagenbau GmbH (SWB) aus Herten, die die Anlage im August eingebaut hat. (Kita-Verbund)