Superintendentin Saskia Karpenstein mit feierlichem Gottesdienst ins Amt eingeführt

Warmer Septemberabend sorgt für einen perfekten Rahmen und gute Stimmung

Foto v.l.n.r.: Diakoniepfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier, Superintendent Steffen Riesenberg, Pfarrer Eugen Soika (stv. Assessor), Dr. Ulrike Preuß (KSV), Pfarrer Ulrich Walter (KSV), Präses Dr. h.c. Annette Kurschus, Landrat Cay Süberkrüb, Jürgen Behrendt (KSV), Mechthild Wiedtemann (KSV), Werner Bartels (KSV), Hannelore Klippel (KSV), Superintendentin Saskia Karpenstein, Propst Jürgen Quante, Bürgermeister Christoph Tesche und Assessorin Kirsten Winzbeck.

 

Recklinghausen - Nicht alle, die gerne am Dienstag, 22.09.2020 in der Christuskirche in Recklinghausen dabei gewesen wären, konnten aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen am Festgottesdienst zur Einführung der neuen Superintendentin für den Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, Pfarrerin Saskia Karpenstein, auch teilnehmen.  Am Ende erlebten rund 100 geladene Gäste, darunter Familienangehörige, Mitglieder des Kreissynodalvorstands, die Präses der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, Dr. h.c.  Annette Kurschus, Bürgermeister Christoph Tesche, Landrat Cay Süberkrüp sowie zahleiche Gemeindemitglieder eine kurzweilige Zeremonie. Geprägt war der Gottesdienst von teils sehr persönlichen Ansprachen und modernen Musik- und Gesangseinlagen, vorgetragen von Katrin Block-Koloss (Klavier und Gesang) und Tristan Scheel (Geige). Die Orgel wurde gespielt von Kirchenmusikdirektorin Elke Cernysev.  

Mit einem schönen Mutwort begann die neue Superintendentin ihre bewegende Einführungsrede: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: ich habe die Welt überwunden“. Es war ihr Konfirmationsspruch, der für sie auch heute in unsicheren Zeiten große Bedeutung hat. Sie zielte damit auf die Corona-Krise genauso wie auf Klima- und Gerechtigkeitsfragen an. Mit Blick auf ihr neues Amt sagte sie, dass sie sich angesichts der neuen Aufgaben nicht verrückt machen lassen will. „Ich werde eher keine Superintendentin sein, die mit einem fixen Programm kommt. Ich möchte offen sein für Neues, weil die Zukunft offen ist - es kann nichts „Fertiges“ im Moment geben, ist meine Überzeugung.” Als Vorbild für eine mutige Frau in Leitung nannte sie die am Wochenende verstorbene Richterin am amerikanischen Supreme Court, Ruth Bader Ginsberg. „Sie hat sich eingesetzt gegen Diskriminierung und ihr Amt genutzt zum Wohle anderer – wenn mir das Gelingen würde, wäre ich sehr dankbar”, erklärte die neue Superintendentin.  

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es persönliche Grußworte und reichlich Geschenke. So auch vom alten und neuen Bürgermeister Christoph Tesche, der ein großteiliges Puzzle vom “schönsten Rathaus Deutschlands” überreichte. In seiner Grußrede hob Tesche die große gesellschaftliche Bedeutung der Kirchen hervor und lobte die neue Superintendentin ausdrücklich für ihre offenen Worte in einem kürzlich in der Recklinghäuser Zeitung erschienen Interview, das sie gemeinsam mit Probst Jürgen Quante gegeben hatte. Dieser sprach in seiner Rede von einer gut funktionierenden Ökumene in Recklinghausen und freute sich auf die Zusammenarbeit mit Saskia Karpenstein. Weitere Grußworte gab es von Superintendent Steffen Riesenberg vom Nachbarkirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten sowie von Landrat Cay Süberkrüp.  

Nach dem Gottesdienst lud Superintendentin Saskia Karpenstein ihre Gäste zu einem kleinen Empfang mit Speisen und Getränken ein. Die vom Diakonischen Werk dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Partyzelte wurden an dem warmen Septemberabend nur wenig genutzt, mit gebührendem Abstand feierten die Gäste lieber unter freien Himmel. JE 

Foto: Jörg Eilts