Ausstellung mit feierlichem Gottesdienst eröffnet

„Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ in Christuskirche

Foto v.l.n.r.: Pfarrerin Sabine Palluch, Julia Borries (Ev. Erwachsenenbildung), Martina Eißing (stellv. Landrätin), Kurator Andreas Pitz, Superintendentin Saskia Karpenstein, Maria Loheide (Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland), Dr. des. Nico Anklam (Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen), Anette Shaw (Geschäftsführender Vorstand der Diakonie Recklinghausen), Bürgermeister Christoph Tesche, Pfarrer Eugen Soika, Pfarrer Dirk Schürmann 
 

Recklinghausen - Unter Leitung von Pfarrer Eugen Soika fand am Sonntagmorgen der Eröffnungs-Gottesdienst zur Ausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ in der Christuskirche Recklinghausen statt. Die Predigt hielt Superintendentin Saskia Karpenstein. Grußworte sprachen Bürgermeister Christoph Tesche und Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Das ist die dritte Ausstellung in der Reihe „Kunst trotz(t) …“, die das Diakonische Werk Recklinghausen in Zusammenarbeit mit der Altstadtgemeinde, der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis, der Diakonie Deutschland und der Kunsthalle  Recklinghausen (vorher Vestisches Museum) organisiert hat. Nahm man sich in den beiden vorherigen Veranstaltungen den Themen Armut bzw. Demenz an, geht es jetzt vom 13. Februar bis 03. April um das größer werdende Problem der Ausgrenzung.

Für Annette Shaw, Geschäftsführender Vorstand der Diakonie in Recklinghausen, ist das „eine schöne Gemeinschaftsaktion mit ganz vielen Beteiligten, die auch einen anderen Zugang zu den Menschen ermöglicht, mit denen wir in der Diakonie arbeiten.“ Damit sprach sie die in der Christuskirche ausgestellten Portraits aus Lobetal an, die unter Anleitung der Bildhauerin Margit Schötschel behinderte Menschen aus Ton modelliert und in Bronze gegossen haben. Ihr Wunsch für die Ausstellung sind „offene Augen der Bevölkerung für die Problemlagen der Menschen, die wir betreuen - ob das alte, kranke oder wohnungslose Menschen sind.“

Superintendentin Saskia Karpenstein wünscht der Ausstellung, „dass es gelingt, mal ein anderes Thema als Corona nach vorne zu bringen, nämlich die Frage des Miteinanders - des sozialen Miteinanders von Diversität, das wir auch in Kirche leben.“ Für die Theologin ist es wichtig, dass wir künftig genauer hinschauen, wen wir in der Gesellschaft ausgrenzen, damit Menschen mit unterschiedlicher Begabung, Herkunft bei uns einen Platz haben. „Dafür hoffe ich, dass das jetzt über die Kultur eine lustvolle, anregende Auseinandersetzung mit dem Thema wird.“

Auch Bürgermeister Tesche fand lobende Worte für die neue Ausstellung in seiner Stadt: „Ich freue mich sehr, dass ich mit der Präses Annette Kurschus die Schirmherrschaft übernehmen kann, weil das Thema Kunst, Kirche, Stadtgesellschaft, Mensch gerade zum Thema Ausgrenzung sehr viel verbindendes miteinander hat und auch sehr viele Brücken bauen kann, um die Botschaft zu senden, dass Ausgrenzung in einer Stadt ein „No Go“ sein muss.“

An der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ beteiligen sich Künstler*innen, die sich ganz unterschiedlich sozial und kulturell verorten. Gemeinsam fordern sie die Betrachtenden dazu heraus, sich mit der Gestaltung einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft auseinanderzusetzen. Die Ausstellung wurde von Andreas Pitz kuratiert und erstmals in der documenta-Halle in Kassel gezeigt.

Neben der Christuskirche, Limperstr. 13 und der Kunsthalle Recklinghausen, Große-Perdekamp-Str. 25 – 27, 45657 Recklinghausen werden weitere Werke in der Gustav-Adolf-Kirche, Herner Str. 6, 45657 Recklinghausen gezeigt.

Aktuelles zum Programm finden Sie auf den Internetseiten der Veranstalter:


www.altstadtgemeinde-re.de

www.kunsthalle-recklinghausen.de

 

Foto und Text: Jörg Eilts