Die Zukunft gestalten 

Erstellt am 07.03.2024

Strategische Haushaltskonsolidierung bis 2028 

Superintendentin Saskia Karpenstein und Finanzausschussvorsitzender Heinz Waschhof stellten auf der Kreissynode im Dezember 2023 die finanzielle Situation des Kirchenkreises dar. 

 

Kirchenkreis. Der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen bereitet sich intensiv auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vor. Trotz vorsichtiger Finanzplanung sagt die Prognose für die nächsten Jahre einen kontinuierlichen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen voraus. „Die Zahlen gehen runter und es besteht wenig Aussicht auf einen Aufschwung“, erläutert Heinz Waschhof, Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses. 

Der Spardruck bestehe auf allen Ebenen der Kirche. Die meisten Gemeinden wie auch der Kirchenkreis haben für das aktuelle Jahr einen Haushaltsplan mit einem Planungsdefizit, der Auswirkungen auf die weitere Arbeit hat und das Ergreifen notwendiger Maßnahmen erfordere. „Angesichts der Rahmenbedingungen werden Versuche, den Status-Quo irgendwie zu erhalten, scheitern müssen“, so Waschhof. 

„Wir stehen vor massiven Veränderungen“, macht Saskia Karpenstein, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen, deutlich. So werden auf Ebene des Kirchenkreises Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Haushalt des Kirchenkreises bis 2028 zu konsolidieren und die angespannte Finanzsituation des Kirchenkreises langfristig zu stabilisieren. 

Die Kreissynode hat daher auf ihrer Tagung im Dezember 2023 ein Beratungsverfahren zur Erarbeitung einer strategischen Konsolidierung des Haushalts des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen verabschiedet. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Aufgaben und welches Profil der Kirchenkreis unter Berücksichtigung der Konsolidierung des Haushalts zukünftig haben soll und kann. Es gehe darum, Prioritäten zu setzen und zu prüfen, wo der Kirchenkreis zukünftig seine Kräfte und Mittel einsetzen werde, sagt die Superintendentin. Erste Arbeitsergebnisse sollen auf der Kreissynode im Sommer 2024 vorgestellt werden. 

Extern begleitet wird der Prozess durch Prof. Dr. Thomas de Nocker und Dr. Susanne Teichmanis vom Beratungsinstitut „2denare GmbH“ aus Essen. Das Institut unterstützt Kirche und Diakonie mit ihren Einrichtungen in allen Bereichen der Weiterentwicklung. 

Zur Erarbeitung eines Konzepts hat der Kreissynodalvorstand einen Lenkungskreis mit Leitungs- und Schlüsselpersonen aus Gemeinden und Kirchenkreis gebildet. Ihm gehören an: Superintendentin Saskia Karpenstein, Assessorin Kirsten Winzbeck, Dr. Ulrike Preuß, Hannelore Klippel, Heinz Waschhof, Pfarrer Thomas Jarck, Robin Friedrich, Volker Rose, Julia Borries, Ulrich Kamien. Als Teilprojekte werden die Arbeitspakete Finanzen, Inhalte und Kommunikation bearbeitet. Zudem wird es offene Resonanzräume geben. uka