Friede, Freude, Hoffnungskraft

Erstellt am 29.06.2023

Ordination von Pfarrerin Friederike Melloh

Foto: Pfarrerin Friederike Melloh (vorne 2.v.r.) wurde von Superintendentin Saskia Karpenstein (vorne 2.v.l.) unter Mitwirkung des Presbyteriums der Altstadtgemeinde und weiterer Beteiligter ordiniert

 

 

Recklinghausen - Mit einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche ist Friederike Melloh durch Superintendentin Saskia Karpenstein ordiniert worden. Ordination ist die kirchliche Beauftragung, öffentlich zu predigen und die kirchlichen Sakramente zu verwalten. Melloh ist Pfarrerin im Probedienst in der Altstadtgemeinde in Recklinghausen. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Altstadtkantorei unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Elke Cernysev gestaltet, die sich die Orgelbank mit Kirchenmusiker Peter Boetticher teilte.

„Ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden.“ Diesen Vers aus dem Propheten Jesaja im Alten Testament hat sich Friederike Melloh für ihren Berufs- und Lebensweg als Pfarrerin ausgesucht. Superintendentin Karpenstein nahm in ihrer Ansprache darauf Bezug. In diesen Zeiten, in denen sich die Relevanz von Kirche neu erfinden muss, braucht es die Freude, so Karpenstein. „Damit wir aus ihr leben und wirken können. Wenn wir rausgehen und Glauben leben. Wenn wir von der frohen Botschaft Gottes erzählen. Wie soll das anders funktionieren, als dass wir selbst fröhlich und hoffnungsvoll sind?“ Der jungen Pfarrerin wünschte sie: „Behalten Sie die Freude tief im Herzen.“

Funktionieren könne dies nur mit dem Frieden Gottes als unsichtbare Kraftquelle, als Rückzugsort, Stärkung und Ruhepol. „Nicht Friede, Freude, Eierkuchen – sondern Hoffnungskraft: so könnte der Dreiklang lauten“, machte Superintendentin Karpenstein deutlich. „Gegründet in der Treue Gottes, den Menschen in Freude zugewandt, im Herzen geerdet in Gottes Frieden“, schloss Karpenstein ihre Gedanken.

„Ja, ich mach’s.“ Diese Aussage des Propheten Jesaja sei heute noch erlebbar, wenn Menschen „vortreten, mal zögerlich, mal selbstbewusst und sagen: Hier bin ich.“ Menschen fühlten sich berufen und bekennen Farbe. Pfarrerin Friederike Melloh machte in ihrer Predigt deutlich, dass ein Aufbruch ins Ungewisse Mut, Stärkung und Kraft erfordere. „Dabei merken wir: wir sind Gott nicht egal. Er wagt mit uns diese Schritte. Gott begleitet uns, auch wenn es keine Garantie fürs Gelingen gibt.“ Es gelte, Gottes Rückenwind spürbar zu machen, sich immer wieder neu zu öffnen und Nähe zu zeigen, so Melloh.

Nach dem Gottesdienst gab es Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen Friederike Melloh persönliche Glückwünsche zu überbringen. Ein gelungener Tag für die junge Pfarrerin. (UK)

Foto: Karpenstein