Go for Gender Justice: Pilgern und diskutieren über Lohngerechtigkeit

Equal Pay Day auf der Halde Hoheward

Im Rahmen des Projektes „Go for Gender Justice“ haben sich Frauen* auf einen Pilgerweg für Geschlechtergerechtigkeit begeben. Auf dem Weg zum Plateau der Halde Hoheward in Herten haben Sie Informationen per Audio und Video aufgenommen und gemeinsam über mehr Lohngerechtigkeit - auch im Bereich der Digitalisierung - diskutiert. Was Frauen über die immer noch vorherrschende Lohnungerechtigkeit denken, hören Sie HIER.

„Bis zum 7. März arbeiten Frauen in Deutschland unentgeltlich, während Männer ihr Gehalt bereits am 1. Januar erhalten“, erklärt Julia Borries, Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Recklinghausen, die Bedeutung des Equal Pay Days. Der Equal Pay Day markiert die Lohnlöcke, den Gender-Pay-Gap. In Deutschland liegt er laut einer Studie des Statistischem Bundesamts derzeit bei 18%.  

„Deutschland ist im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze“, so Nicole Richter, Gleichstellungsbeauftragte der EKvW. Der Europäische Gender Pay Gap beträgt rund 14,1 % (Eurostat, 2020). Die Gründe dafür sind z.B. Familien(aus-)zeiten in weiblichen Biografien und die geringere Bewertung und Vergütung von sogenannten „frauentypischen“ Berufen. Mit der Rente steigt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen sogar auf 53% Unterschied in den Alterssicherungseinkommen.

Mehr Infos dazu auch unter www.equalpayday.de

 

Foto: Nicole Richter