„Unser Fluss… Unser Himmel“ erhält Ökumenischen Filmpreis

Erstellt am 06.03.2023

Hochkarätiges Programm und renommierte Gäste beim 13. Kirchlichen Filmfestival in Recklinghausen

 

Foto: Ein hochkarätiges Programm mit vielen Filmen und internationalen Gästen präsentiert das Team des Kirchlichen Filmfestivals (von links): Michael M. Kleinschmidt, Marc Gutzeit, Kai-Uwe Theveßen, Julia Borries, Friederike Melloh sowie Joachim van Eickels.

 

Recklinghausen - Mit einem herausragenden Programm und internationalen Filmgästen wartet das diesjährige 13. Kirchliche Filmfestival auf, das vom 15. bis 19. März in Recklinghausen im Cineworld stattfindet. „Wir sind glücklich und stolz, unserem Publikum ein hochkarätiges Programm mit so vielen Filmschaffenden wie nie zuvor präsentieren zu können“, ist Michael M. Kleinschmidt, der gemeinsam mit Horst Walther die künstlerische Leitung inne hat, begeistert. Denn einen wichtigen Part des Festivals nehmen immer die Filmgespräche mit nationalen und internationalen Gästen ein.

Insgesamt elf Spiel- und Dokumentarfilme sowie drei Kurzfilme präsentiert das Festivalteam – sechs übrigens deutlich vor dem offiziellen Kinostart in Deutschland. Fans des guten Films können sich sowohl auf ausgezeichnete Produktionen als auch auf drei Filme freuen, die für einen Oscar auf einer Shortlist nominiert sind. „Unsere Auswahl weitet den Blick, zeigt das Leben von Menschen in Myanmar, in Ägypten, in Syrien, im Irak und in Marokko. Die diesjährigen Filme spiegeln ein breites Themenspektrum wider“, macht Julia Borries vom ökumenischen Veranstalterkreis Kirche und Kino neugierig.

Den Ökumenischen Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals erhält der Spielfilm „Unser Fluss… Unser Himmel“. „Wir freuen uns besonders, dass Regisseurin und Drehbuchautorin Maysoon Pachachi sowie Schauspielerin Meriam Abbas zur Preisverleihung am Samstagabend kommen“, sagt Marc Gutzeit vom Veranstalterkreis. Im Mittelpunkt des Dramas, das im Winter 2006 – drei Jahre nach der US-geleiteten Invasion – im irakischen Bagdad spielt, kümmert sich eine Nachbarschaft mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Herkunft umeinander. Sie kämpfen um Normalität und Nähe, lachen, trauern und weinen gemeinsam, setzen sich damit auseinander, welche Zukunft sie im Irak haben können. „Im Mittelpunkt des Films steht die Menschlichkeit vor dem Hintergrund des Krieges. Viele schaffen es immer noch, als Menschen miteinander solidarisch zu sein, trotz des spaltenden Drucks von Religion und Politik. Es geht um die Zukunft der Frauen und darum, welche Zukunft sie ihren Kindern geben können. Mit unserem Preisträgerfilm setzen wir ein Zeichen“, ist Friederike Melloh, Pfarrerin und Mitglied im Veranstalterkreis, überzeugt.

Die Kinderjury vergibt ihren Preis „Der grüne Zweig“ an den deutsch-luxemburgisch-polnischen Spielfilm „Mission Ulja Funk“ der im Ruhrgebiet lebenden Regisseurin Barbara Kronenberg. Der cineastische Nachwuchs freut sich schon jetzt auf das Filmgespräch mit Hauptdarstellerin Romy Lou Janinhoff. Und der schwedisch-norwegische Spielfilm „So Damn Easy Going“ von Regisseur Christoffer Sandler erhält den Jugendfilmpreis.

Eröffnet wird das Festival, das in diesem Jahr wieder in den bewährten und erfolgreichen Frühjahrsrhythmus zurückkehrt, mit dem französischen Spielfilm „Neneh Superstar“. „Es ist der zweite Film des Regisseurs Ramzi Ben Sliman, der sein Kommen angekündigt hat“, freut sich Pastoralreferent Joachim van Eickels auf den besonderen Start des fünftägigen Festivals am Mittwoch. Zum Weltgebetstag bietet am Donnerstag der ausgezeichnete Dokumentarfilm „Midwives“ einen seltenen Einblick in die komplexe Realität Myanmars und seiner Menschen. Sowohl Regisseurin Snow Hnin ei Hlaing als auch Margrit Frölich, Vorsitzende der Jury zum Film des Monats, werden nach Recklinghausen kommen.

Der auf der Berlinale gefeierte deutsche Spielfilm „Das Lehrerzimmer“ steht am Freitagabend auf dem Programm. Als Gast wird Regisseur Ilker Çatak als Gesprächspartner anwesend sein.

Als Abschlussfilm präsentieren die Verantwortlichen Marokkos Oscar-Beitrag von Maryam Touzani „Das Blau des Kaftans“ am Sonntag. „Wie alle unsere Festivalfilme, ist er für die große Leinwand gemacht. Im Kino weitet sich unser Blick. Sie entführen die Zuschauenden in ihre Welt“, sagt Cineworld-Leiter Kai-Uwe Theveßen und fügt hinzu: „Wir hoffen natürlich, dass sich viele Menschen im Kinosaal entführen lassen.“

Der Vorverkauf für das 13. Kirchliche Filmfestival startet am Montag, 6. März, um 13.30 Uhr im Cineworld Recklinghausen (Kemnastr. 3, Recklinghausen) sowie online unter www.cineworld-recklinghausen.de. Aktuelle Informationen rund um das Festival sowie das Programm zum Download gibt es unter www.kirchliches-filmfestival.de. (Kiepe)