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Gedanken zur Jahreslosung 2022 von Superintendentin Saskia Karpenstein

Superintendentin Saskia Karpenstein

„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37)

 

Liebe Leserinnen und Leser,


ein neues Jahr beginnt und ich freue mich. Mit Hoffnung und Zuversicht schaue ich ins Neue. Herzlich willkommen 2022 – womit willst du mich überraschen? Auch wenn der Zweifel direkt schon nagt, wie lange dieser Optimismus wohl anhält: Jetzt ist erst einmal Vorfreude da und das gefällt mir. Ich brauche Ermutigung nach der Schwere der vergangenen zwei Jahre. Mit Corona, Einschränkungen, Einsamkeit, all den Krisen, Unsicherheiten für Jung und Alt und die dazwischen.

Ein neues Jahr beginnt und ich freue mich. Bewusst lasse ich manches Alte zurück. Das, was schwer war, soll mich nicht halten. Im Glas auf dem Schreibtisch habe ich die guten Momente gesammelt und mit frischem Eindruck aufgeschrieben. Ich lasse sie Revue passieren und nehme mir Zeit. Ein Sonnenuntergang. Das gute Buch. Der wunderbare Apfel. Kaffee mit Kuchen. Mein Lieblingslied. Ein Lächeln auf dem Gesicht meines Gegenübers. Etwas wiedergefunden. Kleines Glück in vielen Facetten. Begegnungen und Momente, die kostbar sind und oft so flüchtig im Verhältnis zu dem was nervt, krank oder traurig macht.

Ein neues Jahr beginnt und ich freue mich. Passend dazu begrüßt mich zwischen den Zeiten die Jahreslosung freundlich und mit Mut: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37). Ein starkes Wort. Die Zusage Gottes, dass er mit großem Herzen und weiten Armen unterwegs ist. Eben noch hat Jesus die Menge der Menschen mit Brot und Fischen versorgt und den Kleinglauben der Jüngerinnen und Jünger widerlegt. Alle sind satt geworden in der biblischen Erzählung bei Johannes. Ich spinne den Gedanken weiter: Wenn wir teilen, kann es für alle reichen. Die Ressourcen der Erde, Nahrung, Wasser, Luft gehören uns gemeinsam. Die Hürden für Klimaneutralität scheinen unüberwindbar und nicht realisierbar. Aber wer hätte gedacht, dass Jesus übers Wasser gehen kann? Das Evangelium hält Wunder bereit und ich möchte glauben, dass sie auch heute noch möglich sind.

Ein neues Jahr beginnt und ich freue mich. Trotz vieler Herausforderungen. Manche sehen in der Losung eine Antwort auf die Flüchtlingskrise. Ich empfinde das als theologische Engführung. Denn wir werden als Menschen weiter die Erfahrung machen: Ich werde weiterhin abgewiesen werden. Oder selbst einen Korb vergeben. Einen Bus verpassen. Die Zusage nicht bekommen. Kein Asyl bekommen. Menschen werden sterben und leiden. Aber das Wort der Jahreslosung lässt Gottes Welt und Gnade hindurchstrahlen gegen die Härte der Menschen und als Zusage. Bei Gott ist Raum und Heimat. In den Spuren Jesu, in seinen Taten und seinem Leben keimt eine neue Gerechtigkeit, der wir nachspüren und nachleben sollen. In seiner Gegenwart können Wunden heilen und sich Wege eröffnen.

Ich schaue auf mein Glas auf dem Schreibtisch. Welche guten Momente und Zeichen werde ich im Jahr 2022 sammeln? Welche Begegnungen werden gelingen, wo werde ich vielleicht Zeugin eines Wunders sein? Eine erste Zeile will ich festhalten und die Jahreslosung notieren. Einer ist größer als unsere Wirklichkeit, seine Weisheit tiefer als menschlicher Verstand. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und behütetes Jahr. 

Ihre Saskia Karpenstein, Superintendentin


Foto: Jörg Eilts

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