Erwachsenenbildung: Vorstellung der Befunde des Demokratieberichts 2026 für das Land NRW

Erwachsenenbildung: Vorstellung der Befunde des Demokratieberichts 2026 für das Land NRW

Erwachsenenbildung: Vorstellung der Befunde des Demokratieberichts 2026 für das Land NRW

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Erwachsenenbildung: Vorstellung der Befunde des Demokratieberichts 2026 für das Land NRW

Am 29. April hatte die Ev. Erwachsenenbildung der beiden Kirchenkreise in Kooperation mit der Ev. Akademie Recklinghausen ins Haus des Kirchenkreises in Recklinghausen geladen. Dort fand eine Veranstaltung zur Vorstellung des aktuellen Demokratieberichts der Landeszentrale für politische Bildung statt. Im Mittelpunkt stand die Präsentation zentraler Befunde durch Dr. Arne Hordt von der Landeszentrale.

Dr. Hordt stellte die wichtigsten Ergebnisse des Berichts vor und ging dabei insbesondere auf den Zustand demokratischer Einstellungen in der Gesellschaft ein. Ein zentrales Thema war die Frage, wie stabil demokratische Werte aktuell verankert sind und in welchen Bereichen Herausforderungen bestehen. Dabei wurde deutlich, dass das Vertrauen in demokratische Institutionen zwar grundsätzlich vorhanden ist, jedoch in Teilen der Bevölkerung abnimmt. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Analyse von politischen Einstellungen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Der Bericht zeigt, dass Faktoren wie soziale Unsicherheit, politische Unzufriedenheit und das Gefühl mangelnder Mitbestimmung Einfluss auf die Haltung zur Demokratie haben können. Dabei stechen zwei Ergebnisse hervor: Bei den jüngeren Altersgruppen ist die Demokratiezufriedenheit im Vergleich zum 2. Demokratiebericht regelrecht eingebrochen. Die Zufriedenheit mit der Demokratie sinkt aufgrund der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage, und die Einschätzung der eigenen Lebenslage (z. B. Gefahr des sozialen Abstiegs) überträgt sich auf die Demokratiezufriedenheit.

Dr. Hordt betonte, dass politische Bildung eine entscheidende Rolle dabei spielt, demokratische Kompetenzen zu stärken. 

Im Anschluss an die Präsentation gab es Raum für Fragen und Diskussionen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um die Ergebnisse zu hinterfragen und eigene Eindrücke zu schildern.

Janina Keßler resümierte: „Dieser Abend hat wieder einmal deutlich gemacht, wie wichtig der kontinuierliche Austausch über demokratische Werte und Herausforderungen ist.“ 

Der vorgestellte Bericht liefert hierfür eine fundierte Grundlage und zeigt zugleich Handlungsbedarfe auf, insbesondere im Bereich der politischen Bildung und gesellschaftlichen Teilhabe. In Schule, Ehrenamt und Zivilgesellschaft sind zeitliche, fachliche und finanzielle Ressourcen entscheidend, um die Demokratie zu stärken.

Julia Borries fasste im Anschluss zusammen: „Die Diskussionen haben gezeigt, dass auch wir als Erwachsenenbildung einen Auftrag aus diesem Abend mitnehmen können: Politische Bildung muss auf unterschiedliche Weisen, in verständlicher Sprache und mit vielfältigen Zugängen passieren.  Dazu möchten wir, als Erwachsenenbildung und auch als Kirche, gerne beitragen.“  

Den vollständigen Bericht kann man sich kostenlos downloaden(JK)

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