Gedenkfeier erinnert am 9. November am Mahnmal an die Pogromnacht

Gedenkfeier erinnert am 9. November am Mahnmal an die Pogromnacht

Gedenkfeier erinnert am 9. November am Mahnmal an die Pogromnacht

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Gedenkfeier erinnert am 9. November am Mahnmal an die Pogromnacht

Foto: (v.l.) Saskia Karpenstein (Superintendentin), Stefanie Schneider (Leiterin der Volkshochschule Recklinghausen), Sebastian Filthaus (Geschichtslehrer Freiherr-vom-Stein-Gymnasium), Dr. Mark Gutkin (Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde), Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, Bürgermeister Axel Tschersich, Kantor Isaac Tourgman, Propst Karl Kemper und Birgit Malik (Volkshochschule/Politische Bildung).

Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markiert einen Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Nicht nur Gotteshäuser brannten, sondern auch jüdische Geschäfte wurden verwüstet, Wohnungen geplündert und Menschen misshandelt, ermordet und verschleppt. Auch in Recklinghausen wurde die Synagoge an der Limperstraße in Brand gesetzt und Menschen jüdischen Glaubens verfolgt. 

Anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht lädt die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen in Kooperation mit der Stadt Recklinghausen zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung am Mahnmal am Herzogswall/Ecke Westerholter Weg ein. Die Veranstaltung beginnt am Montag, 9. November, um 17.30 Uhr. Die Gedenkansprache wird Bürgermeister Axel Tschersich halten, das Rahmenprogramm wird durch Schüler*innen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums und Leopold Mrugalla (Musikschule Stadt Recklinghausen) mitgestaltet. 

Der interreligiöse Charakter wird auch in diesem Jahr durch Beiträge von Superintendentin Saskia Karpenstein und Propst Karl Kemper unterstrichen, die gemeinsam Fürbitten für Frieden, Toleranz und Versöhnung vortragen. Kantor Isaac Tourgman spricht traditionell das Kaddisch. Gemeinsam werden Dr. Mark Gutkin, Bürgermeister Axel Tschersich und Schüler*innen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums eine Friedens- und Hoffnungskerze entzünden. 

„Gerade in Zeiten, in denen Antisemitismus, Ausgrenzung und Rassismus immer stärker um sich greifen, dürfen wir nicht nachlassen, an die Opfer des Nazi-Regimes zu erinnern. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Deshalb hoffe ich, dass viele Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser durch ihre Teilnahme an der Gedenkveranstaltung ein aktives Zeichen gegen das Vergessen setzen“, sagt Bürgermeister Axel Tschersich. Auf den Rückhalt der Bürgerschaft setzt auch Dr. Mark Gutkin: „Als Jüdische Kultusgemeinde haben wir unseren festen Platz in der Stadtgesellschaft und freuen uns, wenn sich viele Menschen am 9. November mit uns solidarisch zeigen und der Opfer der Nazi-Diktatur gedenken.“

Im Anschluss an die Gedenkfeier sind die Teilnehmer*innen eingeladen, die Veranstaltung der Bürgerinitiative „Die Erinnerung darf nie enden!“ in der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde (Am Polizeipräsidium 3) zu besuchen. Begrüßt werden die Gäste durch den Vorsitzenden Dr. Mark Gutkin. Auch in der Synagoge wird Axel Tschersich das Wort ergreifen. Das Programm bestreiten Arkadij Gutkin (Violine), das Vokalensemble der Jüdischen Kultusgemeinde und der Chor AnKlang unter Leitung von Claudius Stevens. Schüler*innen der Martin-Luther-King-Schule aus Marl präsentieren Texte von Kurt Tucholsky.

Foto: Stadt RE

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