06/11/2026 0 Kommentare
Kreativität und Resilienz im kirchlichen Dienst
Kreativität und Resilienz im kirchlichen Dienst
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Kreativität und Resilienz im kirchlichen Dienst
Foto: Prof. Dr. Holger Pyka war zu Gast auf der Kirchenkreiskonferenz in Recklinghausen.
Kirchenkreis - Um Kreativität und Resilienz im kirchlichen Dienst ging es bei der letzten Kirchenkreiskonferenz in diesem Jahr im Haus des Kirchenkreises in Recklinghausen. Prof. Dr. Holger Pyka, Direktor des Seminars für pastorale Ausbildung in Wuppertal gab den Anwesenden Anregungen und praktische Impulse für die Predigtarbeit. Er zeigte Möglichkeiten auf, Kraft- und Schaffensquellen freizulegen und zu pflegen.
„Wir stehen unter hohem Produktionsdruck“, erläuterte Pyka. „Predigten und Andachten wollen geschrieben werden, und irgendwas war da noch für den Gemeindebrief.“ In der Vergangenheit sei die Predigtvorbereitung der Ort für die Pflege der eigenen Spiritualität gewesen, so Holger Pyka. „Heute müssen wir uns andere Orte und Inseln suchen, wo wir aufladen können.“ Wie kann ich Ruhezeiten einplanen?
In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Leidenschaften aus. Dabei wurde deutlich, wie ansteckend Leidenschaft wirkt und wie sie neugierig macht. „Der Blick verändert sich, das Gesicht strahlt. Wenn jemand von seiner Leidenschaft erzählt, ist Leben und gleichzeitig Entspannung da“, wies der Referent darauf hin. Wichtig seien auch Resonanzerfahrungen. „Wir brauchen eine Resonanz für das, womit wir uns beschäftigen.“ Zu große Anspannung oder Angst sei resonanzfeindlich.
Alles, was mit Schaffen und Kreativität zu tun hat, habe mit Übung zu tun. Dabei sei Kreativität ist nicht unbedingt Originalität, sondern schlicht das, was ich tue. Auch die eigene Spiritualität lebt von Regelmäßigkeit. Daher stelle sich die Frage: „Wie kann mein Kontakt mit Gott Regelmäßigkeit bekommen?“
An dem Vormittag wurden praktische Methoden ausprobiert, die Kreativität und Spiritualität zusammenbringen. In Kleingruppen gab es Übungen in Formulierungen für Predigt und Gebete. Im Zusammenspiel mit Worten und Texten konnten die Teilnehmenden bei sich selbst entdecken, wie dadurch Resilienz gestärkt wird und in einem anspruchsvollen Alltag zielgerichteter gearbeitet werden kann. (uka)
Foto: Ulrich Kamien
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