Trauer um Christa Bäcker

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Trauer um Christa Bäcker

Recklinghausen/Mittenwald - Mitte Februar 2026 ist Christa Bäcker im Alter von 89 Jahren verstorben. Sie lebte zuletzt in einem Seniorenzentrum in Mittenwald. 

Erinnerungsfeier für Frau Christa Bäcker am 26. März 2026 um 15.00 Uhr im Gemeindezentrum Arche, Nordseestraße 104, 45665 Recklinghausen.

Christa Bäcker war eine Frau, die die Gemeinschaft des Kirchenkreises Recklinghausen mit ihrem Engagement und mit ihrer Herzlichkeit über Jahrzehnte hinweg bereichert und gestärkt hat. Für sie war es selbstverständlich, dass sie als Christin auch Verantwortung übernimmt, um die Kirche und diese Welt zu gestalten. Ihr besonderes Engagement galt der Frauenarbeit und der Beteiligung von Frauen in den kirchlichen Leitungsgremien. Geduldig und beharrlich hat sie für ihre Anliegen und Ideen geworben, denn sie war zutiefst davon überzeugt, dass Stärke nur in der Gemeinschaft wachsen kann. 

Als Lehrerin war Christa Bäcker 1972 die erste Frau im Schulausschuss des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen. Ebenso wurde sie 1983 als erste Frau in den Kreissynodalvorstand gewählt, dem sie bis 2001 angehörte. Hier hat sie in besonderen Krisenzeiten Verantwortung getragen, die weit über die Teilnahme an Sitzungen und Klärung von Sachfragen hinausging. Sie hat vermittelt und mit ihrer ruhigen und ausgleichenden Art immer nach guten Lösungen für die Gemeinschaft gesucht. 

Gemeinsam mit anderen Frauen war sie daran beteiligt, dass 1987 die erste Frauenversammlung im Kirchenkreis Recklinghausen stattfand, an der rund 150 Frauen teilnahmen. Als 1991 das Frauenreferat im Kirchenkreis Recklinghausen ihre Arbeit aufnahm, übernahm Christa Bäcker den Vorsitz des Frauenbeirats und die Redaktion des regelmäßig erscheinenden Frauenrundbriefs. 

Sie gab den Anstoß zum „Frauenkreis Kirche“ in ihrer Recklinghäuser Gemeinde, beteiligte sich an Bildungsarbeit und Eine-Welt-Arbeit. Christa Bäcker hat sich vor Ort engagiert und darüber hinausgedacht. Von 1992-1998 gehörte sie der Landessynode der Ev. Kirche von Westfalen an. Von 1984-1996 war sie Mitglied der Synoden der Union ev. Kirchen (UEK) und der Ev. Kirche in Deutschland (EKD); u.a. nahm sie 1991 an der EKD-Synode in Spandau teil, die die Vereinigung der östlichen und westlichen Kirche beschlossen hat. In dieser Zeit entstanden starke Netzwerke, in denen Christa Bäcker eine wichtige Stimme hatte. Sie setzte sich u.a. für die Stärkung von Frauenrechten, der Gründung eines Zentrums für Frauenstudien als auch für eine stärkere Würdigung des Ehrenamtes ein.

„Wir sind dankbar für das, was Christa Bäcker als ehrenamtliches Mitglied in Leitungsorganen und Ausschüssen der Evangelischen Kirche angeregt, bewegt und verantwortet hat. Wir teilen mit ihr den Glauben daran, dass die Liebe Gottes stärker ist als der Tod. Voller Dank wissen wir, dass sie nun in seinen Händen geborgen ist“, so Pfarrer i.R. Peter Burkowski und Pfarrerin i.R. Elke Hadler, die viele Jahre gemeinsam mit Christa Bäcker die Geschicke des Kirchenkreises Recklinghausen geleitet und verantwortet haben. 

„Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen. Der Tod wird nicht mehr sein. Auch Trauer, Wehgeschrei und Schinderei wird nicht mehr sein. Das Erste ist vergangen.“ (Off. 21,4 Bibel in gerechter Sprache)

(pb/eh)

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